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Die Advents- und Weihnachtszeit

Das „Adventsgärtlein“

Jedes Jahr findet am Wochenende des 1. Advents das „Adventsgärtlein“ statt. Es läutet für uns die Vorweihnachtszeit ein. Das „Gärtlein“ besteht aus einer Spirale, die mit Tannenzweigen und Moos, sowie Filzrosen, Edelsteinen und Sternen gestaltet ist. In der Mitte der Spirale steht eine brennende Kerze etwas erhöht. Diese ist zunächst die einzige Lichtquelle in dem abgedunkelten Raum. Nach dem alle Kinder mit ihren Eltern angekommen sind, ziehen wir gemeinsam in den dunklen Raum und setzen uns um die Spirale. Die Erzieherin spricht den Spruch:

„In der dunklen Nacht 
Ist ein ist ein Stern erwacht;
Leuchtet hell am Himmelszelt
Schenkt sein Licht der ganzen Welt.
In der dunklen Nacht ist ein Stern erwacht!“

Rudolf Steiner

 

Nun gehen die Kinder nacheinander in die Spirale und entzünden ihr „Apfellicht“ an der Kerze. Auf dem Rückweg stellen sie ihr Licht auf einen freigewählten Platz auf die Tannenzweige der Spirale. So wird der vorher fast dunkle Raum durch jedes einzelne Licht nach und nach immer heller. Begleitet werden wir dabei von leiser Leiermusik. 
Nachdem alle gelaufen sind, verlassen wir den nun erleuchteten Raum und ziehen unsere Jacken an. Jedes Kind bekommt dann eines dieser Lichter, um es mit nach Hause zu nehmen.

Das „Adventsgärtlein“ ist ein Fest, das seinen Ursprung in der Heilpädagogik hat. Es wird vor allem in anthroposophischen Einrichtungen gepflegt. Es dient der Einstimmung auf die Advents- und Weihnachtszeit. Es bietet für uns und die Familien die Möglichkeit zur Ruhe und Andacht zu kommen. Wir feiern das Fest mit den Kindern ab dem vierten Lebensjahr.

 


 

Die Adventszeit

Nach dem „Adventsgärtlein“  beginnt die Adventszeit im Kindergarten. Der Raum wird geschmückt, Plätzchen gebacken, Adventslieder gesungen, gebastelt und der Weg zur Krippe bestaunt.
In der Adventszeit bereiten wir uns und den Gruppenraum auf Weihnachten vor. Die vorherrschende Farbe ist ein dunkles Blau. Auf dem Jahreszeitentisch machen sich Maria und Josef mit ihrem Esel auf den Weg zur Krippe. Jeden Tag sind sie ein kleines Stückchen weiter vorgerückt und der Tisch wird immer schöner, indem er immer mehr gestaltet wird, so kommen Edelsteine, Pflanzen, Tiere und zuletzt auch noch die Hirten dazu. Der Weg hinter ihnen wird durch Kerzenlicht immer heller und somit der ganze Raum.
Vor dem ersten Advent wird ein Adventskranz aus Tannenreisig gebunden und geschmückt. Ab dem ersten Advent werden die Fenster und das Zimmer immer festlicher gestaltet.
Im täglich gespielten Krippenspiel erleben die Kinder die Weihnachtsgeschichte. Maria und Joseph auf ihrem Weg nach Betlehem, die Suche nach einer Herberge und die Geburt des Jesuskindes. Die Engel singen für das neugeborene Kind und die Hirten auf dem Felde kommen mit Geschenken zur Krippe. Jedes Kind schlüpft jeden Tag in eine andere Rolle des Spiels und erlebt somit eine große Vielfalt an verschiedenen Rollen. Ergänzend gibt es dazu Geschichten von Maria und Joseph auf dem Weg nach Bethlehem.
So werden die Kinder auf vielfältige Weise auf das Weihnachtsfest vorbereitet und eingestimmt. Im Mittelpunkt steht die Vorfreude auf das Fest und hat seinen Höhepunkt im Abschluss vor den Weihnachtsferien mit dem Spiel der Weihnachtsgeschichte für die Eltern. Gemeinsam werden dann auch die leckeren Plätzchen verzehrt, die bis dahin gebacken wurden.

 


 

Der Nikolaustag

Am Anfang der Adventszeit, nämlich am 6. Dezember, ist Nikolaustag. Der Nikolaus hat auch im Kindergarten für die Kinder eine wichtige Bedeutung. Es ist für unsere Kindergartenkinder ganz klar, dass der „Echte“ Nikolaus zu uns kommt. Bei uns trägt der „Heilige Mann“ sein blaues Himmelsgewand, eine Mitra und einen Bischofsstab mit einer eingewickelten Spirale. Er erinnert so an den Bischof Nikolaus von Myra, den er verkörpert. Er besucht an diesem Vormittag die Gruppen mit den Kindergartenkindern und erzählt uns von seiner Himmelsreise, auf welcher er Maria begegnet ist. Er erzählt den Kindern von seiner Heimat bei den Sternen, und dass er sich jedes Jahr freut, sich auf den Weg zur Erde und zu den Kindern zu machen. Danach liest er noch aus seinem goldenen Buch vor, in dem zu den einzelnen Gruppen etwas aus deren Tagesablauf geschrieben steht. In seinem Sack hat er für jedes Kind einen gebackenen Stern mitgebracht und für die ganze Gruppe Äpfel, Mandarinen und Nüsse. Es ist immer ein riesiges Fest, diese Gaben zu sortieren, zu bestaunen und zu essen.

Im Vordergrund steht für uns die würdige Erscheinung des Nikolaus. Er kommt zu uns als Vorbote für das Christkind und nicht als Moralgestalt oder Erziehungshelfer. 

 


 

Die Dreikönigszeit

Nach Weihnachten schließt sich die Dreikönigszeit im Kindergarten an. In der Dreikönigszeit begleitet uns die Geschichte, wie Maria und Josef mit dem Kind vor Herodes fliehen. Die Farbe der Festeszeit ist hellblau.
Täglich findet in den Gruppen der großen Kinder das Königspiel statt. Es macht den Kindern viel Freude in die verschiedenen Rollen zu schlüpfen. Mal König oder Page zu sein und dem Christuskind Gold, Weihrauch und Mhyrrhe zu bringen. Diese stehen für Erkenntnis, Verbindung zur göttlichen Welt, göttliche Geisteskräfte.
Beim Dreikönigsspiel erleben die Kinder, wie die Heiligen Drei Könige mit ihren Tieren dem Stern folgen, der ihnen den Weg zum Jesuskind zeigt.

Die Dreikönigszeit dauert 40 Tage, bis Maria Lichtmess am 2. Februar. Diese endet mit einem ägyptischen (orientalischen) Frühstück. Maria, Josef und das Kind sind nun in Ägypten, in Sicherheit angekommen.